12.02.2025

Corporate Real Estate

Management ist entscheidender Erfolgsfaktor für Transformation und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen

Erscheinungstermin: Oktober 2024

Herausgeber: EY, Technische Universität Darmstadt

Die zunehmende Digitalisierung, veränderte Arbeitsmodelle und steigende Anforderungen an Nachhaltigkeit verändern das Corporate Real Estate Management (CREM) grundlegend. Unternehmen müssen ihre Immobilienstrategien überdenken, um Effizienz, Kostenkontrolle und Nachhaltigkeitsziele in Einklang zu bringen. Die CREM-Studie 2024 von EY Real Estate und der TU Darmstadt untersucht, welche Herausforderungen und Trends aktuell die strategische Ausrichtung des CREM prägen und welche Bedeutung die Digitalisierung für das CREM hat? Darüber hinaus werfen die Martkexperten einen Blick auf die Entwicklung von Flächenbedarf und Nutzung von Büro- und Produktionsimmobilien.

Für Studie wurde im Mai 2024 eine telefonische Umfrage unter CREM-Entscheidern durchgeführt, an der sich 50 Personen beteiligt haben.

Die zentralen Erkenntniss der Studie:

Digitalisierung als dominierender Megatrend
Die Digitalisierung bleibt mit 56 % Zustimmung der wichtigste Einflussfaktor im CREM – weit vor Nachhaltigkeit (16 %) und sozialen Faktoren (12 %). Besonders die Datentransparenz stellt eine große Herausforderung dar. Unternehmen setzen zunehmend auf Smart-Building-Technologien, Big Data und Künstliche Intelligenz, um ihre Immobilienportfolios effizient zu steuern.

Transformation des Betriebsmodells
Das CREM befindet sich in einem fundamentalen Wandel: 68 % der Befragten bestätigen, dass die Steuerung und Organisation des CREM in ihren Unternehmen überarbeitet werden müssen. Während immobilien- und finanzwirtschaftliche KPIs (z. B. Wertentwicklung, Kapitalstruktur) mit 70 % Zustimmung die Steuerung dominieren, besteht eine Lücke zwischen den definierten KPIs und dem tatsächlichen Erfolgsbeitrag.

Flächenreduzierung und Qualitätssteigerung
Mehr als 25 % der Unternehmen planen einen signifikanten Abbau von Büroflächen, insbesondere in peripheren Lagen. Gleichzeitig steigt die Qualitätserwartung: 95 % der CREM-Entscheider erwarten eine Qualitätssteigerung bei Büroflächen, während sich Produktionsstandorte weiter in die Peripherie verlagern.

Mehrzahlungsbereitschaft für nachhaltige und flexible Flächen
Unternehmen sind bereit, für nachhaltige und flexible Immobilien bis zu 13 % mehr zu zahlen. Werden alle wesentlichen Anforderungen (Nachhaltigkeit, Flexibilität, Innovationsförderung) erfüllt, steigt die Bereitschaft auf bis zu 48 % Mehrzahlung. Dies zeigt die hohe Bedeutung von ESG-Kriterien im CREM.

Strategische Einordnung von CREM im Unternehmen
CREM hat sich als wichtige Unternehmensfunktion etabliert und ist in 81 % der Unternehmen einem zentralen Bereich oder den Finanzen zugeordnet. Die Mehrheit der CREM-Entscheider sieht sich jedoch als Support-Funktion, während nur 46 % eine aktive strategische Rolle einnehmen.

Externe und interne Herausforderungen
Die größten externen Hürden für das CREM sind langsame Genehmigungsverfahren (68 %), strenge baurechtliche Vorgaben (66 %) und begrenzte Baukapazitäten (54 %). Intern werden fehlende Ressourcen (50 %) und eine zu späte Einbindung in strategische Entscheidungen (36 %) als größte Herausforderungen wahrgenommen.

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